Waldwirtschaft | 17. February 2014

Niedrigzinsen befeuern Holzpellets

Von red
Mit einer Produktion von 2,25 Mio. t Holzpellets hat Deutschland 2013 seine führende internationale Position gefestigt. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der Pelletfeuerungen um rund 43000 neue Öfen auf knapp 322000 Anlagen zu.
„Die effiziente, preiswerte und komfortable Art, mit Pellets zu heizen, senkt Energiekosten und spart Kohlendioxid (CO2) ein. Der Heizungstausch ist angesichts des niedrigen Zinsniveaus eine attraktive Investition mit einer relativ kurzen Amortisationsdauer. Die Austauschrate muss jedoch deutlich erhöht werden, und dies wird vor allem über Anreize zu erreichen sein”, sagt Martin Bentele, der geschäftsführende Vorsitzende beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV). Für 2014 prognostiziert der DEPV eine Zunahme der einheimischen Pelletproduktion um 100 000 t auf 2,35 Mio. t sowie die Installation von 47 000 neuen Feuerungen.
Durchschnittlich kosteten Pellets im Vorjahr 273 Euro/t. Die für den heimischen Energieträger ungewöhnlich große Preissteigerung von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag an einer teilweise schwierigeren Versorgung mit den zur Produktion notwendigen Sägespänen. Dennoch war gegenüber Heizöl im letzten Jahr im Durchschnitt ein deutlicher Preisvorteil von rund 35 Prozent zu verzeichnen. Dazu stellt der Bund Fördermittel über das Marktanreizprogramm für den Heizungstausch zur Verfügung, die eine attraktive Amortisationsdauer der Investition innerhalb von zehn Jahren ermöglichen.
Bundesweit gibt es rund 60 Pelletwerke, deren Produktionskapazität wurde 2013 auf 3,2 Mio. t erweitert. Hauptproduktionsgrundlage waren mit knapp 90 Prozent Sägeresthölzer. Ende 2013 gab es Bentele zufolge etwa 321 500 Pelletfeuerungsanlagen in Deutschland. Davon ist der Großteil der typische Heizkessel für Ein- und Zweifamilienhäuser (Leistung
< 50 kW), von dem rund 212 500 Stück im Einsatz sind. Diese erzeugen zusammen 4500 Gigawattstunden (GWh) Wärme, was etwa einem Pelletverbrauch
 von 1,13 Mio. t entspricht (Verbrauch je Anlage 5,3 t). Im Kommen sind größere Pelletfeuerungen (Leistung >50 kW), von denen es rund  9000 Anlagen in Deutschland gibt, die mehr als 3000 GWh Wärme bereitstellen. „Da die Rahmenbedingungen für den Tausch einer alten Heizung mit einer neuen Pelletfeuerung weiterhin attraktiv sind, gehen wir von einem kontinuierlichen Wachstum in den nächsten Jahren aus”, bekräftigt Bentele. Für 2014 sind das 47000 neue Anlagen.