Betrieb und Wirtschaft | 03. Januar 2019

Tierhalter-Zahl schrumpft schnell

Von Agra-Europe
Die Zahl der tierhaltenden Betriebe nimmt hierzulande weiterhin schnell ab. Am stärksten ausgeprägt ist der Rückgang bei den Zuchtsauenhaltern.
Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lag die  Zahl der schweinehaltenden Betriebe in Deutschland zum Stichtag 3. November bei 22400. Sie hat damit binnen Jahresfrist um 4,6 %  abgenommen. Noch stärker war der Rückgang bei den Zuchtsauenhaltern mit 6,0 % auf etwa 7800 Unternehmen.
Auch der Schweinebestand verringerte sich gegenüber November 2017 um 4,1 % auf 26,44 Mio.  Stück.  Die Zahl der Zuchtsauen nahm sich dabei im Vorjahresvergleich um 3,8 % auf 1,83 Mio.  Tiere ab, was einen neuen historischen Tiefstand bedeutet. In Baden-Württemberg wurden 1,7 Mio. Schweine gehalten, ein Minus von 4,0 %. Bei den  Ferkeln betrug der  Bestandsrückgang 6,9 %, bei den Mastschweinen 2,5 % und bei den Jungschweinen 1,2 %.
 
In Baden-Württemberg noch schneller
Rückläufig war  auch die Entwicklung bei den Erzeugern von Milch und Rindfleisch. Die Zahl der rinderhaltenden Betriebe in Deutschland hat gegenüber November 2017 um  2,8 % auf 139612 Unternehmen abgenommen. In Baden-Württemberg war der Rückgang mit 3,7 % auf nunmehr 15800 rinderhaltende Betriebe noch stärker.
Dabei haben überdurchschnittlich viele Milcherzeuger die Produktion eingestellt; die Zahl dieser Betriebe ist im Vorjahresvergleich um  4,5 % auf 62 813 gesunken. Auch hier war der Rückgang in Baden-Württemberg mit 5,4 % auf 6700 Milchviehhalter stärker als im Bundesdurchschnitt. Weniger stark ist der Milchkuhbestand zurückgegangen, nämlich um  2,3 % auf 4,1 Millionen Stück. Dabei lag der Rückgang in Baden-Württemberg mit 2,2 % auf ähnlichem Niveau.  Insgesamt verringerte sich die Rinderpopulation in Deutschland innerhalb von zwölf Monaten um  2,7 % auf 11,95 Millionen Stück.
Gegen den Bundestrend wuchs die Zahl der Schafe in Baden-Württemberg.

 Laut Destatis gaben binnen Jahresfrist auch rund  3,6 % der Schafhalter  ihre Produktion auf; Anfang November 2018 gab es noch 9500 Betriebe mit mindesten 20 Schafen in Deutschland. Weniger deutlich war der Rückgang mit 0,4 % auf 1,57 Millionen Tiere beim Schafbestand.
 Die  Zahl der insgesamt gehaltenen Schafe war im Freistaat mit rund 264 300 Tieren am höchsten; danach folgte Baden-Württemberg mit 220200 Tieren. Diese Zahl stieg entgegen dem Bundestrend um 3,2 % an. Das lag vor allem an der Bestandszunahme bei Lämmern und Jungschafen unter einem Jahr, wo ein Plus von 10,6 % verzeichnet wurde. Die durchschnittliche Größe schafhaltender Betriebe in Deutschland lag  bei rund 170 Tieren.