Land und Leute | 18. February 2014

So oft wie möglich klatschen

Von Peter Meier
So oft wie möglich klatschen„Ihr Gehirn kann mehr, als Sie glauben!”, diese These vertrat der Gedächtnisexperte, Gesundheitscoach und Buchautor Thomas Drach beim Landfrauen-Nachmittag des Bezirks Renchtal in Oberkirch (Ortenaukreis).
„Ein glückliches Gehirn ist leistungsfähiger, ist kreativ, gibt mehr Impulse”, leitete Drach seinen humorvollen Vortrag ein und zeigte Möglichkeiten auf, wie eine positive Grundeinstellung gefördert oder herbeigeführt werden kann. So empfahl er, als „Gehirngymnastik” so oft wie möglich zu klatschen: Dies sende positive Signale ans Gehirn. Gleiches gilt für einfache gymnastische Übungen: So animierte er die Zuhörerinnen erfolgreich zu Überkreuzbewegungen – rechte Hand greift zum linken Knie, linke Hand zum rechten Knie. Auch eine kleine Ohrenmassage zeigt laut Drach einen positiven Effekt auf das Gehirn. Allerdings genügen solche Techniken und Methoden allein nicht, wie der Experte erklärte.
Voraussetzungen seien eine gesunde Lebensführung und die Fähigkeit zum Entspannen. Bewegung sei ebenso wichtig wie ein gesunder Schlaf von sieben bis acht Stunden und die Ernährung insbesondere im Hinblick auf Omega-3-Fettsäuren. „Der Schlüssel zum Merken und Behalten ist das Interesse”, ergänzte Drach, denn wenn ein Thema fasziniert, sind alle Sinne darauf ausgerichtet und nehmen die Informationen auf.Der Gedächtnistrainer demonstrierte auch eindrucksvoll, zu was ein fittes Gehirn fähig ist. Er schrieb die Zahlen eins bis 20 auf ein Flipchart, dann konnten die Zuhörerinnen Begriffe nennen, die jeweils einer Zahl zugeordnet wurden. Ohne Blickkontakt zu der Zusammenstellung konnte Drach
Gedächtnistrainer Thomas Drach brachte bei der Bezirksversammlung erfolgreich Schwung in die Reihen der Landfrauen.
anschließend die Begriffe in korrekter Reihenfolge wiederholen. Er erläuterte auch den Hintergrund dieser Fähigkeit: „Wir müssen in Bildern denken, das ist die beste Methode, um sich Dinge einzuprägen”, betonte er und übte diese Methode dann auch gleich konkret ein: Die meisten Zuhörerinnen schafften es, sich mit dieser Methode zehn Begriffe einzuprägen.
Mit seinem humorvollen Vortrag, ergänzt von einer Fülle konkreter Beispiele, praktischen Übungen und erstaunlichen Gedächtnisleistungen, verstand er es, das Gehirn als ein faszinierendes Organ vorzustellen, das trainiert und gefördert werden kann.
Bei der Bezirksversammlung stellte Vorsitzende Lore Sälinger das aktuelle Motto der Landfrauen „ImPuls der Zeit” vor und schilderte, wie sich dieses wie ein roter Faden durch die Arbeit der Ortsvereine und der Bezirke zieht. Landfrauenpräsidentin Rosa Karcher zitierte Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Begründer des Genossenschaftswesens: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.” Genau das gelte auch für die Arbeit der Landfrauen, betonte sie und berichtete von Erfolgen, die gemeinsam erreicht werden konnten. Über die gute Zusammenarbeit der Landfrauen mit dem Ernährungszentrum Südlicher Oberrhein berichtete Lucia Bollack-Beuschlein und stellte das umfangreiche Informationsangebot vor, das auch Bereiche wie Ferien auf dem Bauernhof oder Direktvermarktung umfasst.