Politik | 19. August 2021

Gut 4500 genehmigte Anträge für Technik

Von AgE
Das im vergangenen Jahr gestartete Investitions- und Zukunftsprogramm des Bundeslandwirtschaftsministeriums für die Anschaffung moderner und umweltschonender Landtechnik trifft auf reges Interesse der Landwirte.
Der größte Teil der Förderanträge belief sich bisher auf Düngetechnik.
Nach Angaben des Ministeriums wurden aus den ersten beiden Antragsrunden des Programms bisher gut 4500 Anträge genehmigt. Insgesamt seien 6297 Fördergegenstände bewilligt worden, davon 240 bauliche Anlagen. Das derzeitige Volumen der bewilligten Förderanträge belaufe sich auf insgesamt etwa 158,6 Millionen Euro.
Klöckner: Den richtigen Nerv getroffen
Für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner belegt diese Auswertung, dass ihr Haus mit dem Programm „den richtigen Nerv” bei den Landwirten getroffen hat. Zudem zeige sich, dass die Branche bereit sei, immer moderner zu werden. „Mit unserem Investitionsprogramm unterstützen wir das und treiben den Transformationsprozess voran, hin zu mehr Klima- und Ressourcenschutz”, betonte Klöckner am 12. August  in Berlin.
Wie aus der Zwischenbilanz des Ministeriums im Einzelnen hervorgeht, macht die Technik für eine moderne Düngerausbringung bisher fast 62 Prozent der Investitionsgegenstände aus. Etwa ein Viertel der bewilligten Anträge bezogen sich auf Pflanzenschutzgeräte und fast jede zehnte Förderung auf Maschinen zur mechanischen Unkrautbekämpfung. Mit einem Anteil von 97 Prozent machten bisher fast ausschließlich Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärproduktion von der Förderung Gebrauch. Der Rest entfiel auf Lohnunternehmen und Maschinenringe.
Eigenen Angaben zufolge will das Landwirtschaftsministerium  mit der Förderung modernster Technik Klima- und Umweltschutz auf der einen und Erntesicherung und Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite zusammenbringen. Nach Einschätzung von Klöckner zeigen die bisherigen Abrufe, dass das Programm zielgenau aufgesetzt ist und „die richtige Lenkungswirkung entfaltet”. Kritik kam vom agrarpolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka. Er kann nicht nachvollziehen, dass die Förderung nur für neue Agrargeräte greift. Mehr Klima- und Ressourcenschutz wären nach Protschkas Auffassung auch mit umweltschonenden Gebrauchtmaschinen möglich gewesen.