Politik | 28. May 2014

Aus MEKA wird FAKT

Von red
Neuer Name, neue Inhalte, auch wenn sie noch von der EU-Kommission genehmigt werden müssen. Baden-Württemberg benennt das bisherige Programm MEKA um in FAKT. Die Abkürzung FAKT steht für Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl.
Über FAKT soll es unter anderem eine Weideprämie für Rinder geben. Zudem soll Stroheinstreu in der Schweinehaltung gefördert werden.
Wie Landwirtschaftsminister Alexander Bonde am Freitag voriger Woche mitteilte, „baut FAKT auf dem bisherigen MEKA auf und entwickelt es in vielen Punkten weiter”. Demnach soll das neue Programm für Agrarumweltmaßnahmen stärker an Vorgaben für Umwelt- und Klimaschutz und Tierwohl ausgerichtet werden. Hinter dem bisherigen MEKA-Programm  steckt die Bezeichnung „Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleich”.„In der neuen Förderperiode legen wir Wert darauf, die Fördergelder stärker am Prinzip ‚öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen‘ auszurichten. Die Neuausrichtung ist damit auch eine Chance, die Agrarförderungen  für zukünftige Förderperioden zu sichern. Für Mitnahmeeffekte – also für Geld ohne Gegenleistung – gibt es keine gesellschaftliche Mehrheit mehr”, so Bonde.
Zum Beispiel
Als konkrete Fördermaßnahmen nannte Bonde beispielsweise eine Weideprämie für Rinder, Stroheinstreu statt Betonspaltenböden für Schweine und Freilandausläufe für Geflügel. Für den Klimaschutz seien unter anderem die extensive Grünlandbewirtschaftung und die Winterbegrünung der Bracheflächen zum Ressourcenschutz förderfähig. Bausteine aus dem Bereich Agrarumwelt seien  der Nützlingseinsatz, eine fünfgliedrige Fruchtfolge für mehr Biodiversität oder die Steilstlagenförderung. Auch in Zukunft sei der Einstieg in den Ökolandbau wieder förderfähig.  Das Förderprogramm FAKT umfasst laut dem Stuttgarter Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) 16 Einzelmaßnahmen. Das Gesamtvolumen in der Förderperiode 2014 bis 2020 betrage etwa 630 Millionen Euro. FAKT wird mit EU- und Bundesmitteln kofinanziert, so das MLR. Die Fördermaßnahmen  stehen laut MLR noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die EU-Kommission. Sobald diese vorliegt, will das MLR sie ausführlich vorstellen. Die BBZ wird berichten. FAKT wird als Flächenprogramm ergänzt durch den  Vertragsnaturschutz, so das MLR.   Finanziert wird dieser über die Landschaftspflegerichtlinie (LPR)  überwiegend aus Landesmitteln.